Auch heuer hat unser Landtagsabgeordneter Pepi Schöchl wieder die humorvollsten, überraschendsten und bemerkenswertesten Zitate aus dem politischen Alltag gesammelt. Ein Rückblick, der zeigt: Politik kann nicht nur spannend, sondern auch unterhaltsam sein!
rückblickend
Der Landesobmann der JVP Maxi Aichinger nach den ersten beiden Wochen im
Jänner über die turbulenten Tage auf Landes- und Bundesebene: „Bei den vielen
politischen Ereignissen kann man schon jetzt einen Jahresrückblick machen.“
überfüllend
Bürgermeisterin Daniela Rosenegger beschreibt die absolute Überfüllung auf einer
Schihütte als „Schibiza“.
improvisierend
Ein Organisator von Kunstausstellungen betont, dass er sich lieber selbst um den
Transport der Kunstwerke kümmert, da die Künstler „dazu zu neigen, zu
improvisieren.“
analog
Brigitta Pallauf hat nach einer Veranstaltung über die Künstliche Intelligenz zu
„analogen Erfrischungen“ eingeladen.
fischend
Bei der Diskussion über die „Verhinderung von Phishingfällen bei Geldtransaktionen“
auf die Frage, wer als Experte zu den Ausschussberatungen eingeladen ist, ein
Zwischenruf von Hannes Schernthaner: „Der Fischereiverband!“
abspaltend
Gemeinderatsklubobfrau Delfa Kosic meint, dass ein Stadtthema bei einer
überregionalen Auswirkung auch im Landtag diskutiert werden kann: „Auch wenn
wir im Gemeinderat ab und zu so tun, als würden wir nicht zum Land Salzburg
gehören.“
wertgeschöpft
LWK Präsident Rupert Quehenberger bei einer Veranstaltung: „Wir leben nicht nur
von Wertschätzung, sondern auch von Wertschöpfung!“
soufflierend
Wilfried Haslauer bei einer Veranstaltung im Kapitelsaal der Erzdiözese. Er erzählt,
dass er in Jugendjahren bei einem Theaterstück auf dieser Bühne gestanden ist:
„Damals gab es nur einen Souffleur. Heute in der Politik ist es anders. Man
steht auch auf der Bühne und der Saal ist voll von Souffleuren. Ich bedanke
mich für die vielen guten Ratschläge.“
frierend
Herbert Handlechner bedankt sich bei einer gut besuchten Buchpräsentation für die
Möglichkeit diese im Saal eines Vereines zu machen, weil die Alternative frostig
gewesen wäre: „Wir würden als kleines Grüppchen im Schnee stehen und alle
wären froh, wenn es vorbei ist.“
oxidierend
Erzabt em. Korbinian Birnbacher am Sebastianitag (20.1.) zum Brauch einen
Sebastiani-Schnaps zu trinken „damit man nicht innerlich oxidiert und verrostet.“
emeritierend
Hofrat Robert Luckmann berichtet über eine Reise einer Delegation nach Albanien
und den Besuch beim dortigen Erzbischof: „Kurz nachdem wir bei ihm waren, ist
er emeritiert.“ Zwischenruf: „War euer Besuch so schlimm?“
anwesend
Dekan Prof. Dietmar Winkler begrüßt bei einer Veranstaltung: „Nun einen der sich
nie anmeldet, aber immer sicher da ist.“
schauspielerisch
Wilfried Haslauer über die oft auch schauspielerischen Leistungen von
Bürgermeistern, um etwas für ihre Gemeinde zu erreichen: „Manche könnten sich
für den Iffland-Ring bewerben.“
spontan
Stefan Schnöll bei einer spontanen Gesprächsrunde: „Das Gute an Politikern ist,
egal welche Frage, sie sagen immer was sie wollen.“
unzuständig
Hans Scharfetter zu einem Antrag, bei dem nur der Bund zuständig ist. Das Land hat
die „maximale Unzuständigkeit“.
unfertig
Nicole Leitner am Ende ihrer Rede, die abgeläutet wurde: „Ich bin aber überhaupt
noch nicht fertig!“ Zwischenruf von Wolfgang Mayer, mit dem Angebot ihre
zusätzliche Redezeit von ihm anschließend abzuziehen: „Das geht auf mich!“
übersetzend
Wolfgang Mayer bedankt sich bei einem Mitarbeiter für die Vorbereitung eines
Gesetzestextes: „Für die Übersetzung von Deutsch auf Juristisch.“
länger
Karin Dollinger stellt bei einer Wortmeldung fest, dass Wilfried Haslauer schon 21
Jahre Landehauptmann sei. Er korrigiert mit einem Zwischenruf: „21 Jahre in der
Landesregierung. 12 Jahre Landeshauptmann. Aber es kommt ihnen schon
länger vor.“
transferierend
Von Landesrat Martin Zauner wird die Veröffentlichung und elektronische
Übermittlung einer Studie vehement gefordert. Er übergibt sie aber sofort und direkt
in Papierform: „Ich mache keinen We-Transfer, sondern einen Mappen-
Transfer.“
öffnend
Rechnungshofdirektor Ludwig Hillinger auf die Frage, ob man über den
Landesrechnungshof Unterlagen bekommen kann: „Wir sind kein Schuhlöffel oder
Dosenöffner, um so zu Informationen zu kommen.“
zielgerichtet
Der Bezirksstabführer des Flachgauer Blasmusiksverbandes Florian Lerchner bringt
die Marschwertung der Trachtenmusikkapellen auf den Punkt: „Der Weg ist das
Ziel!“
gralshütend
Rechnungshofdirektor Ludwig Hillinger auf die Bemerkung von Klubobmann Andreas
Schöppl, dass er der „Gralshüter der Transparenz“ sei: „Mir ist etwas mulmig.
Gralshüter sterben meist den Heldentod.“
unsichtbar
Der online zugeschaltete Experte ist zwar hörbar, aber nicht sichtbar: „Meine
Kamera streikt, aus Gründen, die mir nicht ersichtlich sind.“
hervorragend
Der Kassier des Flachgauer Blasmusiksverbandes Martin Frühwirth: „Ich habe
schon oft ein schlechtes Wort über einen Obmann gehört, aber noch nie über
einen Kassier – die müssen also schon narrisch gut sein!“
dachgeschädigt
Bei einer Diskussion über Nachzahlungen bei der Berufsgruppe der Dachdecker,
bedingt durch eine neue Bestimmung, bleibt Eduard Egger bei seiner Wortwahl im
Fachbereich: „Für die Betriebe ein kapitaler Dachschaden“.
ausbildend
Ein Diskutant findet das Wort Pädagoginnen und Pädagogen nicht und kreiert einen
neuen Begriff: „Ausbildnerpopulation“
tauschend
Bei den Beratungen über mögliche Aktivitäten einer Organisation wird auch eine
„Kindertauschbörse“ vorgeschlagen.
überaltert
Beim Tag der Jugend im Salzburger Landtag eine Teilnehmerin, die ein wenig älter
als die restlichen Rednerinnen und Redner war: „Ich bin schon eine Seniorin unter
den Jugendlichen“.
wissend
Abtpräses und Abt von Michaelbeuern Johannes Perkmann auf eine innerkirchliche
Frage: „Wenn ich weniger wüsste, könnte ich mehr erzählen.“
verkopft
Beim Tag der Jugend im Salzburger Landtag Maximilian Aigner von der Landjugend
Salzburg: „Mit dem Kopf durch die Wand bringt nichts. Am Ende gewinnt immer
die Wand.“
langweilig
Der Moderator über den Finanzbericht einer Organisation: „Es ist gut, wenn der
Finanzbericht langweilig ist. Wenn er spannend wäre, hätten wir ein Problem.“
hoffend
Ein Politstratege dazu, dass politische Hoffnungen bzw. Versprechen auch erfüllt
werden müssen: „Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes
Abendessen.“
mauernd
Klubobmann Max Maurer bei einer Debatte über die Deckelung von Bezügen:
„Wenn ich Maurer heiße, muss ich mich bei Deckelungen auskennen.“
meldend
Johann Hillerzeder, Bezirksobmann des Kameradschaftsbundes Flachgau, am Ende
seiner Begrüßung: „Ich bin jetzt fertig mit der Begrüßung, außer es meldet sich
noch derjenige, den ich noch nicht begrüßt habe.“
schneiend
Landesrat Martin Zauner äußert sehr emotional sein großes Unverständnis für eine
aufgestellte Behauptung: „Heute hat es 25 Grad, aber bei manchen schneit es
heute weit herunter.“
sparend
Hans Scharfetter zu den Forderungen der Opposition: „Ihr anerkennt die Sparziele
und argumentiert es damit, dass man überall mehr Geld braucht.“
unterschiedlich
Bei der Laudatio auf seinen Vorgänger im Amt des Bürgermeisters von Wals-
Siezenheim Joachim Maislinger erklärt Bürgermeister Andreas Hasenörl das harte
Los eines Vizebürgermeisters, der er auch selbst früher war: „Der Bürgermeister
geht dorthin, wo es ein Büffet gibt, die Vizes dorthin, wo es nur Nussen und
Soletti gibt.“
verwirrend
Bei einem Festakt in Wals -Siezenheim bringt Bgm. Andreas Hasenörl die sehr
komplizierten Verwandtschaftsverhältnisse zweier zu ehrender Gemeindebürger auf
den Punkt: „Sein Onkel ist ihre Tante.“
alleine
Dozent Armin Deutz hat bei einem parasitologischen Fachvortrag ein probates Mittel
gegen Einsamkeit: „Wer einen Wurm hat, ist nie alleine.“
gemalt
Am Ende einer Veranstaltung in Wals -Siezenheim wird ein Gruppenfoto gemacht.
Weil die Aufstellung so lange dauert, wird Bgm. Andreas Hasenörl ungeduldig: „Bis
uns der fotografiert hat, hätte uns einen anderer schon gemalt.“
verwechselnd
Der Vortragende über das Jubiläum 1700 Jahre Konzil von Nicäa leicht resignierend,
aber realistisch einschätzend: „Die meisten kennen heute eher Nizza als Nicäa.“
vergrabend
Der Käufer eines aufgelassenen Altenwohnheims berichtet über die
Renovierungsarbeiten: „Wir haben ein Altersheim gekauft. Wir wissen nicht
welche Leichen im Keller sind, aber wir haben eine sehr gute Erde.“
laufend
Bei einer Tischrunde: „Der schaut schlecht aus. Dem ist etwas über die Leber
gelaufen.“ Ein Zwischenrufer: „Das ist wahrscheinlich der Grund!“
einzeln
Prof. Martin Dürnberger charakterisiert bei einer Laudatio Prof. Paul Zulehner als
„One Man Think Tank“.
dauergeneigt
Hans Scharfetter meint, dass es bei zeitlich befristeten Finanzierungen sofort zur
„Dauergeneigtheit“ kommt.
eingespielt
Karl Zallinger zu einem Thema, das schon mehrfach in gleicher Weise diskutiert
wurde: „Stelle den Antrag auf Einspielung der Debatte vom vergangenen Jahr.“
greislaufend
Bei einer Diskussion über Kreislaufwirtschaft, Ludwig Bayer auf sein fortgeschrittenes
Alter und seine Haarfarbe hinweisend, dass es sich bei ihm schon eher um eine
„Greislaufwirtschaft mit G“ handelt.
unerledigt
Hans Scharfetter mit einem Zwischenruf bei einem nichtssagenden
Abänderungsantrag: „Aufforderung zur Nichterledigung“.
spitze
Ein Diskutant über einen Teilbereich der Kreislaufwirtschaft: „Wir sind absolut
schlecht, aber da sind wir relativ gut.“
mitredend
Der Moderator einer Diskussionsrunde bekennt, dass es kein Experte bei diesem
Thema sei: „Ich bin Journalist. Ich verstehe nichts und kann trotzdem überall
mitreden.“
fliegend
Wolfgang Schüssel plädiert bei einem Gespräch über 30 Jahre EU-Beitritt von
Österreich für mehr Zuversicht und Entschlossenheit: „Österreichs Wappentier ist
der Adler und nicht der Vogel Strauß.“
bürokratisch
Klubvorsitzender Max Maurer über den Bürokratieabbau: „Die Bürokratie ist nicht
zu schlagen, jedenfalls nicht durch ihre eigenen Waffen.“
flüchtig
Hans Scharfetter zur Debatte über Vermögenssteuern: „Große Vermögen sind wie
ein scheues Reh.“
aufgepasst
Bei einer Diskussionsveranstaltung ein Bürgermeister: „Bleibt diese Förderung nun
doch erhalten oder habe ich nicht richtig aufgepasst?“ Darauf Karoline Edtstadler:
„Du hast schon aufgepasst, aber ich habe es nicht gesagt.“
befruchtend
Kimbie Humer-Vogl plädiert für die Sportarten übergreifende Zusammenarbeit von
Fachverbänden: „Wenn Schispringer-innen mit Schwimmer-innen gemeinsam
trainieren, ist es befruchtend.“
gärtnern
Über die Treffsicherheit von Finanzmitteln Klubobmann Wolfgang Mayer: „Die
Gießkanne ist ein probates Mittel für den Garten, nicht aber für das Budget.“
klebend
Eduard Egger über die Widerstände gegen eine Gesetzesnovelle von sehr
unterschiedlichen Seiten: „Die Macht der Gewohnheit ist der härteste Klebstoff
der Welt.“
klein
EU-Abgeordneter Reinhold Lopatka über die einzige Möglichkeit Europas
weltpolitischen Bedeutung zu haben, wenn es gemeinsam auftritt und nicht
einzelstaatlich: „Es gib in Europa zwei Arten von Staaten: Kleine Staaten und
Staaten, die noch nicht verstanden haben, dass sie kleine Staaten sind.“
behaart
Der Organisator eines Vortrags resignierend, als das Headset dem Vortragenden
nicht angepasst werden kann: „Wir sind es nicht gewohnt, dass ein Vortragender
so viele Haare hat.“
kopflastig
Vizepräsident der Ärztekammer Jörg Hutter macht den Unterschied zwischen
Quantität und Qualität klar: „Es kommt nicht auf die Anzahl der Köpfe an,
sondern was im Kopf drinnen ist.“
niedrig
Simon Heilig-Hofbauer über die für ihn zu geringe Erhöhung einer Förderung: „Eine
niedrige Erhöhung ist auch eine Kürzung.“
kontrolliert
Klubobmann Wolfgang Mayer zum Budget: „Wer seine Ausgaben nicht
kontrolliert, wird von den Ausgaben kontrolliert.“
zielend
Klubvorsitzender Max Maurer über Zielvorgaben: „Wer die Ziele bald erreicht, hat
sie zu nieder angesetzt.“


