Elf neue Kassenstellen in Salzburg sind deutlich zu wenig

Geplante Neuverteilung der zusätzlichen Kassenarztstellen durch die ÖGK wirft Fragen der Fairness auf

„Dass Stadt und Land Salzburg bis 2030 laut der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) lediglich elf neue Kassenstellen bekommen, während allein Wien 215 neue Stellen bekommt, ist absolut nicht zumutbar, diese Zahlen stehen in keiner nachvollziehbaren Relation. Bei allen zusätzlichen Bedarfen der Bundeshauptstadt darf auf die übrigen Bundesländer nicht vergessen werden. Salzburg weist bereits jetzt einen der höchsten Besetzungsgrade bei bestehenden Kassenstellen auf, doch der Bedarf an medizinischer Versorgung wächst weiterhin. Außerdem wird unser Bemühen in Salzburg, ambulante vor stationärer Behandlung zu forcieren, durch die geplante Neuverteilung konterkariert. Elf zusätzliche Stellen bis 2030 sind also deutlich zu wenig – vor allem vor dem Hintergrund, dass Salzburg netto mehr Mittel in die ÖGK einzahlt, als derzeit in das Bundesland zurückfließen“, ist ÖVP-Gesundheitssprecherin Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf überzeugt.

„In Wien lebt rund ein Fünftel der österreichischen Bevölkerung, gleichzeitig sollen dort rund 60 Prozent aller neuen Kassenarztstellen entstehen. Dieses Vorgehen der ÖGK wiegt mehrfach schwer, weil in Flächenbundesländern die Versorgung ohnehin schon schwieriger sicherzustellen ist als in der Großstadt Wien. Die geplante Neuverteilung ist daher klar abzulehnen, da sie nicht im Sinne eines fairen und gerechten Gesundheitssystems sein kann. Unter Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi setzt sich die ÖVP-geführte Landesregierung deshalb gemeinsam mit anderen Bundesländern mit Nachdruck für eine faire Verteilung der Kassenstellen ein. Denn weil der Bedarf an Kassenärztinnen und Kassenärzten steigt, muss auch die ärztliche Versorgung weiter ausgebaut werden, um Wartezeiten zu verkürzen und um die Gesundheitsversorgung langfristig abzusichern“, so Pallauf abschließend.

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