Moderne Arbeitszeitmodelle für eine attraktivere Lehrlingsausbildung und mehr betriebliche Flexibilität
„Gleitzeitmodelle und die 4-Tage-Woche gewinnen zunehmend an Bedeutung und entwickeln sich immer stärker zu einem festen Bestandteil der modernen Arbeitswelt. Während diese Entwicklung bei erwachsenen Arbeitnehmenden meist kein Problem darstellt, ergeben sich bei der Ausbildung der Lehrlinge dadurch immer größere Probleme: Aktuell beträgt die Höchstarbeitszeit acht Stunden täglich. Das lässt sich aber mit einer 4-Tage-Woche in einem Betrieb nicht umsetzen, sehr zum Nachteil der Lehrlinge. Die einzige Alternative ist eine Teilzeitanstellung der Lehrlinge, dies ist jedoch nur eingeschränkt zulässig und widerspricht dem Anspruch einer vollwertigen und qualitativ hochwertigen Ausbildung. Daher braucht es flexiblere Arbeitszeitmodelle für jugendliche Lehrlinge“, fordert ÖVP-Klubobmann-Stellvertreter Hans Scharfetter.
Eine naheliegende Lösung ist die Anhebung der zulässigen täglichen Höchstarbeitszeit von acht auf zehn Stunden bei gleichzeitiger Beibehaltung der 40-Stunden-Woche – natürlich unter klarer Berücksichtigung des Gesundheitsschutzes. „Diese Anpassung ist vor dem Hintergrund des generellen Fachkräftemangels sowie der rasch fortschreitenden Modernisierung der Arbeitswelt notwendig, da sie sowohl den Betrieben mehr Spielraum gibt als auch die Lehrlingsausbildung für junge Menschen attraktiver macht“, ist Scharfetter überzeugt.


