Der Geschäftsbereich des Salzburger Gesundheitsfonds (SAGES) zeigt drei wichtige Schwerpunkte, die unter Gesundheitslandesrätin Daniela Gutschi zur Entlastung der Spitalsambulanzen gesetzt wurden: Die Stärkung des niedergelassenen Bereichs durch den Ausbau wohnortnaher Primärversorgung, der gezielte Ausbau der tagesklinischen Versorgung und ein klarer Digitalisierungsschub mit Fokus auf Telemedizin.
„Die Zahlen des SAGES-Berichts zeigen deutlich: Das Salzburger Gesundheitssystem steht auf einem sehr hohen Niveau. Gleichzeitig ist klar, dass Qualität und Versorgungssicherheit nur durch kontinuierliche Weiterentwicklung erhalten bleiben können. Es ist ein zentrales Anliegen, die Primärversorgung im ländlichen Raum langfristig abzusichern. Der Regionale Strukturplan Gesundheit (RSG) sieht daher vor, bis 2025 fünf Primärversorgungseinheiten (PVE) zu etablieren. Dieses Ziel wurde vorzeitig übertroffen: Seit Ende 2024 sind sieben PVE erfolgreich in Betrieb. Neben Standorten in der Stadt Salzburg wurden auch Einheiten im Flachgau, Tennengau und Pinzgau umgesetzt. Damit wird ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der regionalen Gesundheitsversorgung geleistet. Zudem wurde im Jahr 2024 die tagesambulante Versorgung weiter ausgebaut. Durch die Erhöhung der tagesklinischen Betreuungsplätze konnte das Angebot ressourcenschonend erweitert und gleichzeitig patientenfreundlicher gestaltet werden“, berichtet Klubobmann-Stellvertreter Hans Scharfetter in der heutigen Ausschusssitzung.
„Um mit neuen Anforderungen und technischen Möglichkeiten Schritt zu halten, muss das Gesundheitssystem natürlich laufend weiterentwickelt werden. So startete 2024 ein landesweiter Strategieprozess zur Digitalisierung im Gesundheitswesen, um die Effizienz und Zugänglichkeit der Gesundheitsleistungen weiter zu verbessern. Ziel ist es, Patientinnen und Patienten den Zugang zu digitalen Gesundheitsangeboten zu erleichtern und Pflegeeinrichtungen sowie die Gesundheitshotline 1450 an die Elektronische Gesundheitsakte anzubinden. Dadurch können Behandlungen besser koordiniert werden, Doppelwege vermieden und die Spitalsambulanzen spürbar entlastet werden“, so Scharfetter abschließend.


