Knapp unter 70 Prozent der Lebensmittel stammen aus Salzburg, insgesamt über 80 Prozent aus Österreich
„In einem aktuellen Landtagsantrag fordern die Grünen, dass mindestens 30 Prozent der Lebensmittel in den Landeskantinen aus biologischer Erzeugung stammen und ausschließlich regional bezogen werden. Tatsächlich gelten dafür bereits seit Februar 2021 hohe Vorgaben: Der Salzburger Landtag hat damals einstimmig beschlossen, eine Bio-Quote von zumindest 30 Prozent sowie eine regionale und saisonale Beschaffung von mindestens 50 Prozent sicherzustellen. Diese Vorgaben werden beispielsweise in den Salzburger Landeskliniken (SALK), eine der größten öffentlichen Küchen des Landes, die auch die Landeskantinen beliefern, nicht nur erfüllt, sondern deutlich übertroffen: Knapp unter 70 Prozent der eingesetzten Lebensmittel stammen aus Salzburg, insgesamt über 80 Prozent aus Österreich. Der Rest wird aus Deutschland bezogen. Damit zählen die Landeskantinen zu den Vorzeigebetrieben bei regionaler und hochwertiger Lebensmittelbeschaffung im öffentlichen Bereich“, berichtet ÖVP-Agrarsprecherin Nicole Leitner.
„Selbstverständlich wäre eine hundertprozentige regionale Beschaffung wünschenswert. In der Praxis ist dieses Ziel jedoch nicht umsetzbar. Regionale Produkte stehen nicht jederzeit in den benötigten Mengen für die Versorgung von Großküchen zur Verfügung, weshalb zwangsläufig auf Produkte aus anderen Regionen ausgewichen werden muss. Zudem können bestimmte Produkte naturgemäß nicht regional erzeugt werden – Salzburg ist schließlich kein Anbaugebiet für Kaffee oder Reis“, so Leitner weiter.
„Der schrittweise Ausbau regionaler und biologischer Lebensmittel wird aber weiterhin forciert, das haben wir heute auch im Landtag so beschlossen. Gleichzeitig ist es mir ein zentrales Anliegen, die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass insbesondere Klein- und Direktvermarkter künftig leichter als Lieferanten zum Zug kommen. Damit stärken wir die heimische Landwirtschaft nachhaltig, sichern regionale Wertschöpfung und leisten einen gezielten Beitrag zu Tierwohl und Klimaschutz“, betont Leitner abschließend.


