Wir sind Salzburg.
Mehr als 500 Funktionärinnen, Funktionäre, Mitglieder und Gäste aus allen Bezirken folgten der Einladung zum traditionellen Rupertitreffen der Salzburger Volkspartei im Stieglkeller. Im Mittelpunkt standen aktuelle politische Entwicklungen, Zukunftsfragen sowie der persönliche Austausch.
„Landeshauptfrau zu sein ist die schönste Aufgabe, die die Politik in Österreich zu vergeben hat. Nirgendwo ist man den Menschen näher. Nirgendwo sieht man schneller, wenn etwas gelingt. Nirgendwo ist die Reaktion so direkt und ehrlich. Ich werde aber alles geben, dass wir die Menschen davon überzeugen, dass wir als ÖVP zurecht die Nummer Eins in diesem Land sind und diesen Anspruch auch in der Zukunft stellen, gerade weil es um die Zukunft dieses Landes geht“, betonte Landeshauptfrau und Landesparteiobfrau Karoline Edtstadler. „Wir tauschen kein Personal, um Stärke zu beweisen. Wir besetzen Verantwortung, wenn sie frei wird. Wer geht, geht mit Dank. Wer bleibt, bleibt mit Auftrag. Wer neu kommt, kommt in ein Haus, das schon steht – und an dem wir gemeinsam weiterbauen und erneuern, wo es notwendig ist“, so Edtstadler.
Ihr Anspruch sei es, gemeinsam mit ihrem Team für Salzburg zu arbeiten und das Vertrauen der Bevölkerung jeden Tag neu zu verdienen. Gleichzeitig dankte sie den Mitgliedern der Landesregierung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz.
Edtstadler verwies auf zentrale Vorhaben, die bereits auf den Weg gebracht wurden. Dazu zählen die Plattform Pflege III mit einem umfassenden Maßnahmenpaket zur Stärkung von Pflege und Betreuung, der Prozess „Zukunft Gesundheit“ sowie zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen für die Salzburger Gemeinden. Gleichzeitig wurden weitere Schritte gesetzt, um Verwaltungsabläufe zu vereinfachen und Bürokratie abzubauen.
Zu den weiteren Weichenstellungen für die Zukunft Salzburgs zählen das neue Salzburger Landesbedienstetengesetz sowie das neue Landesdienstleistungszentrum, das noch unter Alt-Landeshauptmann Haslauer auf den Weg gebracht wurde und Ende des Jahres übergeben wird. Auch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Salzburg, insbesondere beim Thema Wohnen, sei von zentraler Bedeutung. Durch die Freimachung von Flächen, etwa in der Michael-Pacher-Straße, sollen neue Möglichkeiten für den Bau geförderter Wohnungen geschaffen werden.
„Die Unternehmerinnen und Unternehmer, die Touristikerinnen und Touristiker, die Landwirtinnen und Landwirte, die Handwerkerinnen und Handwerker sowie all jene, die Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen, verdienen eine Politik, die ansprechbar ist, zuhört und liefert, wenn es darauf ankommt“, so Edtstadler.
Zum Abschluss ihrer Rede betonte Edtstadler: „Mein Motto „Klarheit vor Harmonie“ will ich heute umformulieren in Klarheit und Harmonie. Dies sollte nicht länger ein Widerspruch sein, konkret in der Sache, klar im Umgang, hart in der Entscheidung, wenn es notwendig ist, aber herzlich im Miteinander. Das ist mein Anspruch, dem ich gerecht werden möchte. Das ist der Salzburger Weg.“
Zu Beginn der Veranstaltung wandte sich Landeshauptfrau-Stellvertreter Schnöll an die Gäste. In seiner Ansprache blickte er auf die vergangenen Jahre zurück und sprach von Dankbarkeit, Wehmut und der Freude auf einen neuen Lebensabschnitt. Er dankte seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie allen Wegbegleiterinnen und Wegbegleitern für die Zusammenarbeit. Besonderen Dank richtete er an Landeshauptmann a. D. Haslauer. An Landeshauptfrau Edtstadler gewandt sagte Schnöll: „Liebe Karo, du bist für mich in die Bresche gesprungen, damals und heute. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken. Dieser Rucksack mit vielen wichtigen Inhalten soll symbolisch für die große Verantwortung stehen, die du als Landeshauptfrau trägst.“
Im Anschluss diskutierten der designierte Landeshauptfrau-Stellvertreter Wolfgang Mayer, Landesrat Maximilian Aigner, Landesrätin Daniela Gutschi, der designierte Klubobmann Hans Scharfetter sowie die Saalbacher Vizebürgermeisterin Sandra Hasenauer, die künftig ein Landtagsmandat für die Salzburger Volkspartei übernimmt, über ihre neuen Aufgaben und die damit verbundenen Herausforderungen. Einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darin, Verantwortung zu übernehmen und Salzburg gemeinsam erfolgreich weiterzuentwickeln.
Als Leitlinien für die weitere Entwicklung Salzburgs nannte Edtstadler drei zentrale Säulen ihrer politischen Arbeit: Sicherheit, einen starken Wirtschaftsstandort sowie die Verbindung von Tradition und Moderne.
Sicherheit bedeute dabei mehr als militärische Sicherheit. Sie umfasse ebenso Gesundheit, Pflege, Bildung, sichere Arbeitsplätze und die Gewissheit, in schwierigen Lebenslagen Unterstützung zu erhalten. Menschen, die Pflege benötigen, müssten sich darauf verlassen können, diese auch zu bekommen. Gleichzeitig brauche es mehr Unterstützung für pflegende Angehörige, etwa durch den Ausbau von Angeboten wie dem mobilen Pflegenotdienst. Als zweite Säule bezeichnete Edtstadler einen starken Wirtschaftsstandort. Mit Blick auf die bevorstehende Budgetklausur und die kommenden Landtagssitzungen kündigte sie an, den Fokus auf jene Themen zu legen, die die Menschen unmittelbar beschäftigen: die Teuerung im Alltag, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, leistbares Wohnen, rascheres Bauen und Sanieren sowie den konsequenten Abbau von Bürokratie. Unterstützungsleistungen müssten gezielt dort ankommen, wo sie tatsächlich benötigt werden. Gleichzeitig brauche es mehr Tempo bei Bauverfahren und Standortentwicklungen. Als dritte Säule nannte Edtstadler die Verbindung von Tradition und Moderne. Salzburg zeige seit vielen Jahren, dass beides kein Widerspruch sei. Das Land stehe für gelebte Traditionen ebenso wie für Moderne und Zukunftsorientierung. Die erfolgreiche Festspielsaison sei dafür ebenso Ausdruck wie das heutige Rupertitreffen.
Das traditionelle Rupertitreffen zählt seit vielen Jahren zu den Fixpunkten rund um den Salzburger Landesfeiertag. Es bietet Funktionärinnen, Funktionären sowie Gästen aus allen Landesteilen Gelegenheit zum persönlichen Austausch und zur Diskussion über die Zukunft Salzburgs.


