„Wie hitzig die morgige Debatte in der letzten Landtagssitzung vor der Sommerpause werden wird, werden wir erst sehen. Auf den Klimawandel und der damit verbundenen steigenden Belastung durch die Hitze reagiert das Land Salzburg jedenfalls auf vielfältige Weise“, so ÖVP-Klubobmann Wolfgang Mayer im Vorfeld zur morgigen Landtagssitzung und führt beispielhaft an: „Der unter der Federführung der Gesundheitsabteilung des Landes erarbeitete Hitzeschutzplan enthält zentrale Informationen, Empfehlungen und Maßnahmen zum Schutz vor den gesundheitlichen Auswirkungen extremer Hitze. Der Plan ist nicht statisch, sondern wird laufend evaluiert und weiterentwickelt und an die sich ändernden Begebenheiten angepasst. Dabei werden alle relevanten Dienststellen des Landes sowie Partnerorganisationen eingebunden. So wird sichergestellt, dass Präventions- und Anpassungsmaßnahmen abgestimmt entwickelt und schrittweise umgesetzt werden.
Eine weitere Unterstützung an heißen Tagen bietet das Hitzetelefon. Unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 880 800 beraten Experten der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit darüber, wie man sich vor der Belastung durch Hitze am besten schützen kann. Auch baulich wird auf die zunehmende Hitzeproblematik eingegangen. Selbstverständlich im Neubau, wie etwa beim neuen Landesdienstleistungszentrum, das geothermisch über Bauteilaktivierung, intensive Außenbegrünung, moderne Beschattung und einem ´cooling point´ im Innenhof gekühlt wird. Aber auch Bestandsgebäude werden hitzetechnisch Schritt für Schritt ertüchtigt, vor allem im sensiblen Spitalsbereich. Derzeit wird beispielsweise in der Chirurgie West der Landeskliniken die Glasfassade des 25 Jahre alten 1. Bauteils um 2,6 Mio. Euro saniert und mit einer entsprechenden Sonnenschutzkonstruktion ausgestattet. Es erfolgt eine thermische Fassadensanierung mit ein Fenstertausch inkl. automatisch gesteuertem außenliegendem Sonnenschutz, um bessere Bedingungen für PatientInnen und Mitarbeitende sowie mehr Energieeffizienz zu erreichen. Die Fertigstellung ist für Oktober 2026 geplant.Beim Neubau der Universitätsklinik für Innere Medizin III wird die Kühlung neben entsprechender Dämmung und Beschattung energiesparend über eine Geothermieanlage erfolgen.
Im Campus der Christian Doppler Klinik steht bei den beiden aktuellen Bauprojekten für die Psychiatrie und Forensik ebenso die Nachhaltigkeit im Fokus. So wird die Forensik als Holzbau errichtet. Neben entsprechender Dämmung wird auch hier der außenliegende Sonnenschutz zentral optimiert über die Gebäudeleittechnik gesteuert. Darüber hinaus wird besonders auf den Erhalt des Baumbestands und eine qualitätsvolle Freiraumgestaltung geachtet, um das Mikroklima und damit auch das Raumklima positiv zu beeinflussen, führt Mayer aus.
„Wir nehmen das Thema Hitze jedenfalls sehr ernst und setzen konkrete, machbare Maßnahmen Schritt für Schritt um“, meint der ÖVP-Klubobmann abschließend.
